Teilung Kurdistans 1923 durch die Alliierten und ihre Folgen
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Kurden sind Drittgrößte Nation mittleren Osten
Dr. Ahmed Rassoul - Deutschland
efrin.net 10.03.06
1916 wurde durch das Sykes- Picot- Abkommen in Übereinstimmung mit
der Alliierten die Bildung eines kurdischen Staates festgelegt. Dieser
Entwurf wurde 1920 im Sever-Abkommen proklamiert und bestätigt Die
Tragödie der Kurden beginnt 1923 durch das gewissenlose Verhalten der
Alliierten, die das Konzept des Sever-Abkommen durch das Abkommen von
Lausanne 1923 ersetzten und dadurch die Interessen und Hoffnung von 40
Mill. Kurden ,unter dem politischen Druck von Kemal Atatürk sowie mit
Unterstützung einiger Großmächte, zunichte gemacht wurden. Die
politische Konsequenz, war die Zersplitterung Kurdistans auf vier
rückständiger Länder( Syrien-Iran-Irak-Türkei).Durch diese Aufteilung in
fremde Länder mit verschiedenen Sprachen und Traditionen, war die
Existenz des kurdischen Volkes, seine Tradition, seine Kultur, seine
Sprache massiv bedroht. Die Identität wurde ignoriert und verleugnet. Es
wurden im laufe dieser Kolonialherrschaft zahlreiche Massaker gegen das
kurdischer Volk organisiert und ausgeführt.
Während der Herrschaft Kemal Atatürk , wurden sämtliche Aufstände der
Kurden brutal und mit allen Mitteln zerschlagen. Nach der Herrschaft
Atatürks, übernahm ein Militärsicherheitsrat die politische Macht. Der
Einfluss des Militärs auf die Regierung und das politische Geschehen
existiert bis auf weiteres.
In den kurdischen Gebieten der Türkei herrschte und herrscht noch immer
ein Schul- und Sprachverbot. Die Kurden leiden unter politischer
Verfolgung Unterdrückung ihrer Würde, Verletzung der Menschenrechte und
Armut. Die türkische Sprache wurde offiziell als Muttersprache
bestätigt.
Als Folge dieser knallharten rassistisch und faschistisch ideologisierte
Kemalisten, entstand unter der Führung von Öcalan eine neue
Befreiungsbewegung.
In der ersten Phase entsteht eine streng radikal organisierte
Befreiungsbewegung die im Untergrund und geheimnisvoll agiert.
In der zweiten Phase hat sich diese Bewegung als PKK proklamiert. Diese
Bewegung führt seit 1984 einen gerechten Kampf für die Rechte der Kurden
im türkischen Kurdistan, gegen die türkischen rassistischen Machthaber.
Das Ziel dieser Bewegung ist:
Anerkennung der Identität der Kurden als zweite Nation in der Türkei
Lösung der Kurdenprobleme mit demokratischen und friedlichen Mitteln,
sowie demokratischen Reformen
Anerkennung der Rechte der Kurden auf gleicher Ebene wie die Rechte der
Türken
Rückzug de Militärs, Aufhebung von Ausnahmezuständen, Beendigung des
Kriegszustandes
Belebung der Wirtschaft, Wiederaufbau der zerstörten Dörfer, Rückkehr
der Vertriebenen mit Wiedergutmachung ihrer Verluste
Freilassung des z.Zt. in Einzelhaft befindlichen Parteiführer Öcalan
(Bedingungslose Generalamnestie für Öcalan)
Gesprächsaufnahme mit Öcalan durch türkische Regierung, zwecks Lösung
der Kurdischen Probleme in der Türkei
Unsere wichtigsten Forderungen, sind Gerechtigkeit, Gleichberechtigung
und Amnestie aller politischen Gefangenen
Die türkische Regierung und das Militär, lehnen vor den Augen der
Europäischen Gremien und der ganzen Welt, jegliche Forderungen der
Kurden ab und sie verstärkt die Militärpräsens und die
Sicherheitsorgane, in Kurdistan, mit dem Ziel, die Freiheitsbewegung im
Keime zu ersticken. Durch Ausnahmezustand werden die Menschen verfolgt,
verhaftet und verschleppt, z.Zt. führt das Militär einen gnadenlosen und
brutalen Krieg gegen die Kurden, der jedoch die Probleme nicht lösen
kann und bisher ohne Erfolg war. Ethnische Vertreibung, Verfolgung,
Zerstörung und Mord gehören zum Alltag.
In diesem sinnlosen Krieg kommen teilweise noch Waffen zum Einsatz, die
einem weltweiten Verbot unterliegen.
Tausende Dörfer werden dem Erdboden gleichgemacht, die Menschen werden
evakuiert, vertrieben und verlasen ihre Dörfer, um ihre Familien zu
retten, sie fliehen in die größeren Städte, wo sie teilweise unter
freiem Himmel oder in Baracken leben, sie suchen einen Neuanfang.
Die türkische Regierung hat mit Geheimdiensten anderer Länder ein
Konzept, gegen Öcalan, erstellt, um die PKK zu spalten und in ihren
Aktivitäten zu schwächen.
1999 wurde dieses Konzept mit internationaler Zusammenarbeit, gegen
Öcalan, in Kraft gesetzt.
Er musste Syrien zwangsweise, Richtung Europa, verlassen, um in Italien
Asylrecht zu erlangen. Von Italien, sowie den EU-Ländern wurde sein
Anliegen auf (Recht auf politisches Asyl) abgelehnt. Öcalan wurde in
Ghana vom Geheimdienst festgenommen und in die Türkei abgeschoben, wo er
auf die Insel Imrali in Isolierhaft gebracht wurde. Flüchtlinge aus
aller Welt profitieren von dem Asylrecht, in den EU- Ländern, nur dem
Führer der PKK und der Befreiungsbewegung der Kurden, wurde dieses Recht
verweigert.
Einerseits wird Staatsterror gegenüber den Kurden und seiner Führer
ausgeübt, anderseits wird die Befreiungsbewegung der PKK, die für die
Rechte der Kurden in der Türkei kämpft, als Terroristen eingestuft.
Diese Wahrheit wird gegenüber den Menscherechten und Befreiungsbewegung,
von den USA und den EU- Ländern verschwiegen. Parallel zur Aufnahme der
Kurden in die terroristische Liste der EU, hat der Türkische Staat seine
Militäroperation in Kurdistan verstärkt und ausgeweitet. Jedoch die Welt
verschließt die Augen, um die bittere Wahrheit nicht zu sehen.
Wer das Problem eines Volkes mit 20 Mill. Menschen in der Türkei auf
diese Weise ignoriert, wird das Problem mit fatalen Folgen auf die
Zukunft übertragen.
Ostkurdistan (Kurdistan Iran) wurde als erste kurdische Republik , mit
der Hauptstadt Mahabad ,unter der Führung Präsident Ghadi Mohammed, 1946
gegründet.
Diese Republik existierte nur ein Jahr. Durch wirtschaftliches Interesse
der Großmächte und USA, wurde die Republik Mahabad, durch das königliche
Militär Irans, erobert. Die Führung der Regierung wurde verhaftet,
abgeurteilt und öffentlich erhangen, damit war diese Republik
aufgehaben. Nach diesem bitteren katastrophalen Ende, kam es zum
Wendepunkt im politischen Kampf, gegen das königliche Regime. Der
Widerstand entwickelte sich zu einem Girillia- Krieg, der ständig aktiv
war und große Unterstützung bei der Bevölkerung fand. Nach dem Sturz des
Königs 1980, kamen in Teheran die Mullahs an die Macht.
Dieses Regime, war brutaler, grausamer und entschlossen mit allen
Mitteln radikal, gegen die Kurdischen Bewegung, vorzugehen. Aus einem
erarbeiteten Plan geht hervor, das die Spitzenführer der Kurden, zu
beseitigen sind.
Das erstes Attentat war für den 13.08.89 in Wien, gegen Dr. Khasumlo
geplant. Unter dem Deckmantel der Verhandlungsbereitschaft wurde ein
Treffen zu diesem Datum vereinbart, die Verhandlungspartner waren
Offiziere des iranischen Geheimdienstes, bei diesem Zusammentreffen
wurde Dr. Khasumlo überfallen und erschossen, die Täter verschwanden.
Sein politischer Nachfolger, Chachafghandi wurde 1993 in Berlin,
ebenfalls vom iranischen Geheimdienst, ermordet. Gegen die Kurden ist
das Mullahregime im Iran ebenso mörderisch und grausam, wie in den
Ländern, Türkei, Irak und Syrien.
Die Sicherheitsorgane der Mullahs schossen vor einigen Monaten auf
friedliche Demonstranten, es gab 20 Tote etliche Verletzte, sogar
Minderjährige werden abgeurteilt und durch erhängen getötet.
Südkurdistan(Kurdistan Irak)
Seit dem 1. Weltkrieg sind Befreiungsbewegungen und Aufständische im
ständigen Kampf um die Rechte der Kurden.
Die letzte Revolution dauerte von 01.09.61-03.06.75 unter der Führung
von Barzani. Dieser Aufstand wurde von amerikanisch aufgestellten
Regeln, im Orient, sowie ihre Beziehung zum König Irans und Saddam
Hussein Iraks, gefährdet. Durch Frontwechsel der Amerikaner ( Komplott
in Algerien, Versöhnung mit Irak und Iran), wurde dieser Aufstand
zerschlagen.
Nach der Zerschlagung dieses Aufstandes, entscheidet sich Barzani zum
Asyl in die USA.
Der bewaffnete Kampf entwickelt zu einer neuen Form des Girillia-
Krieges, der sich je nach Kräfteverhältnis bewegt. Saddam Hussein
reagiert aus Verzweiflung, in dem er chemische Bomben gegen die Kurden
einsetzt, um dem Problem endlich ein Ende zu setzen. 1988 wurde Halabja
mit diesen Waffen bombardiert, dabei kamen über 5000 Kurden ums Leben.
Es gab zahlreiche Verletzte und spätere Missbildungen bei Neugeborenen.
Nach dieser bestialischen Tat, zeigten die Medien weder in den USA noch
in den EU- Ländern, eine Reaktion, Augen und Ohren waren verschlossen
und man schwieg. Es wurde von keinem Land, von keiner Regierung
jegliches Mitleid gezeigt.
1990 erwachte der damalige Präsident der USA Bush sen. aus tiefen
Schlaf. In einem Interview sagte er: „Ich kann nicht vergessen, wie eine
kurdische Mutter ihr Baby vor dem chemischen Staub schützte“
Im gleichen Jahr erklärte Präsident Bush sen. Saddam Hussein den Krieg,
dazu brauchte er die Kurden an der Nordfront.
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